Das Wissen der Erde: Geowissenschaften

Klimaerwärmung und Rohstoffraub an der Erde, dies sind Themen, die in den Bereich der Geowissenschaften fallen. Auch Frühwarnsysteme für Erdbeben oder andere Naturkatastrophen beschäftigen Geowissenschaftler in Theorie und Praxis. Ein weiterer wesentlicher Forschungsschwerpunkt ist die Energieversorgung der Menschheit. Klimaschutz, Grundwasserschutz und der Abbau von Kohlendioxid sind nur einige von den Aufgaben mit denen sich die Geowissenschaftler beschäftigen.

Ausbildung in den Geowissenschaften

Die Geowissenschaften sind an den deutschen Universitäten entweder ein interdisziplinär angelegter Studiengang oder ein Fachbereich, der mehrere spezialisierte Studiengänge rund um die Geowissenschaften umfasst. Geowissenschaftler eignen sich im Laufe ihres Studiums auf der Grundlage der naturwissenschaftlichen Kernfächer Physik, Chemie, Biologie, Geographie und Mathematik ein Spezialwissen rund um die geologischen Gegebenheiten unseres Planeten, die in der Erde vorkommenden Substanzen und andere geologische Strukturen unserer Welt an. Zu den Geowissenschaften zählen zum Beispiel die Paläontologie, die traditionelle Geologie, Mineralogie, Kristallographie, Petrologie und die Materialwissenschaften. Es können noch etliche andere Fächer hinzu gezählt werden. Die Definition der Geowissenschaften kann dabei sehr breit gefasst werden und ist in Deutschland nicht eindeutig abgegrenzt. Einer der berühmtesten Geowissenschaftler ist sicherlich Alexander von Humboldt (1769-1859). Er gilt unter anderem als Mitbegründer der empirischen Wissenschaft der Geographie.

Geowissenschaften benötigen die Exkursion

Exkursionen sind während der Ausbildung obligatorisch, so müssen die Studenten der Geowissenschaften ihre Forschungsgegenstände meist vor Ort erkunden. Vulkane, Gebirge, Fossilien, kristalline Strukturen, Mineralien und Rohstoffquellen lassen sich am Besten in der praktischen Auseinandersetzung verstehen. Dabei bietet die Exkursion auch die Möglichkeit die geologischen Arbeitsmethoden anzuwenden und zu üben. Ausgebildete Geowissenschaftler besitzen ein grundlegendes Wissen über die geologischen Strukturen der Erde, beherrschen zum Beispiel die Gesteinskunde und Hydrogeologie je nach Spezialisierung. So können sich im Laufe der Ausbildung auch Spezialisten für die Polarforschung oder Meeresforschung entwickeln. In der Regel sind ausgebildete Geowissenschaftler schon weit gereist und haben bereits eine Menge von der Welt gesehen, was sie zu interessanten Gesprächspartnern werden lassen kann.

Jobs innerhalb der Geowissenschaften

Die Geowissenschaften bieten gute Perspektiven für den Arbeitsmarkt. An allen Stellen, bei denen es darum geht, Rohstoffe zu fördern oder innerhalb der Erdschichten zu arbeiten, finden Geowissenschaftler Nachfrage nach ihrer Kompetenz. Und insbesondere in den aktuellen Zeiten der immer stärker voranschreitenden Entwicklung hin zu längerfristigem globalem Denken, ist die Meinung der Geowissenschaftler gefragt. Das bedeutet auch, dass Forschungsprojekte innerhalb der Geowissenschaften zunehmend mehr gefördert werden. So sind die Geowissenschaftler nicht nur in Umweltverbänden, Ingenieur- und Technikbüros, bei Energie- und Rohstoffunternehmungen zu finden, sondern vermehrt auch innerhalb der Forschung und natürlich an universitären Lehrstühlen. Außerdem können Jobs mit Inhalten aus dem Bereich der Geowissenschaften in geologischen oder mineralogischen Museen angeboten werden. Und zudem können Wissenschaftsmagazine oder Zeitungen hin und wieder nach der Fachkompetenz von Geowissenschaftlern verlangen. Somit sind die Geowissenschaften eine breite, aktuelle und gefragte wissenschaftliche Disziplin für die theoretische und praktische Auseinandersetzung.